Kaiserstrassenfest Drasenhofen

30. und 31. Mai 2015 – Kaiserliches Regionsfest

Die Bernsteinstraße

Das Gold des Meeres

Die Kaiserstraße verläuft über weite Strecken entlang der Trasse einer berühmten Vorgängerin. Die legendäre Bernsteinstraße, der älteste Handelsweg Mitteleuropas, führte auf ihrem langen Weg von den Bernsteinküsten der Ostsee ans Mittelmeer auch durch das Weinviertel.

Bernstein ist fossiles Harz, entstanden vor ca. 40 bis 50 Millionen Jahren. Der Großteil der Lagestätten liegen unter dem Meeresgrund der Ostsee. Noch heute findet man nach starken Stürmen „das Gold des Meeres“ an den Stränden Polens oder Litauen.

Wann genau der Handel an dieser Route begonnen hat kann niemand mit Bestimmtheit sagen, doch archäologische Funde weisen in die späte Jungsteinzeit als die Menschen sesshaft wurden. Im Weinviertel datieren die ersten gesicherten Spuren der Bernsteinstraße in die Kupferzeit vor ungefähr 4000 Jahren. Nahe von Schletz wurden Bernsteinperlen gefunden die heute im Museum für Urgeschichte in Asparn an der Zaya ausgestellt sind.

 

Über Carnuntum nach Rom

Die Bernsteinstraße darf man sich dabei aber nicht als befestigte Straße im modernen Sinn vorstellen, sie war vielmehr ein Netzwerk aus Wegen und Saumpfaden. Im Weinviertel werden mehrere Trassen vermutet, die bekannteste verlief entlang der March, eine andere Route führte ab Poysdorf entlang der späteren Kaiserstraße nach Norden. Dieser Weg verläuft auch heute noch als Feldweg durch das Gemeindegebiet von Drasenhofen und bildet die Grenze zur tschechischen Republik.

Die Blütezeit der Bernsteinstraße war die Epoche des Imperium Romanum. Die Römer bauten ab Carnuntum eine befestigte Römerstraße bis nach Aquieleia, dem wichtigsten Hafen an der Adria. Dieser Verkehrsweg führte über Sopron/Ödenburg und Ljubljana/Laibach bis nach Italien. Teile der Straße sind heute noch im Burgenland zu sehen.

Die Römer waren fasziniert vom Bernstein. Plinus der Ältere berichtet von einer Expedition römischer Soldaten an die Ostseeküste im Auftrag von Kaiser Nero. Wir kennen nicht genau den Weg den sie genommen haben, doch ist es durchaus möglich dass sie an dem Ort vorbeigekommen sind an dem heute die Drasenhofner ihre Weinkeller haben……

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